Auf einem gemeinsamen Weg: Die stärkere Zusammenarbeit von Haupt- und Realschule in Olsberg stand jetzt im Zentrum der Schulleiterkonferenz im Rathaus. Foto: Stadt OlsbergStärken verknüpfen, Angebote erweitern - und so den Schulstandort gemeinsam weiterentwickeln: Die Hauptschule und die Realschule Olsberg stehen vor einer Ausweitung ihrer Zusammenarbeit. Gemeinsam stellten jetzt die beiden Schulleiter Michael Aufmkolk und Ingelore Kügler mögliche Ansätze vor: Auf vielen Feldern können die beiden weiterführenden Schulen voneinander profitieren.

Mit Blick auf sinkende Schülerzahlen wollen Haupt- und Realschule in Olsberg ihre Kooperation verstärken, um die beiden Schulen schließlich zum Schuljahr 2012/13 in eine neue Schulform - wie etwa Verbund- oder Gemeinschaftsschule - zu überführen.

Mensa für 80 Kinder

Mehr Zusammenarbeit, Austausch und eine Kombination pädagogischer Möglichkeiten seien aber bereits vorher umsetzbar, stellten Ingelore Kügler (Hauptschule) und Michael Aufmkolk (Realschule) übereinstimmend fest. Gemeinsam präsentierten sie jetzt im Rahmen einer Schulleiterkonferenz die Ergebnisse ihrer Untersuchung. „Geradezu ideal“ seien, so Michael Aufmkolk, zum Beispiel die Voraussetzungen im Bereich der Übermittagsbetreuung. Aktuell können rund 80 Kinder in der neuen Mensa ihr Mittagessen einnehmen; sobald das pädagogische Zentrum fertiggestellt sei, könne auch dieser Bereich für die Pause nach der 6. Schulstunde genutzt werden. Wichtig sei es dabei, so Michael Aufmkolk, einen gemeinsamen außerschulischen Partner zu haben, mit dem man in diesem Bereich zusammenarbeiten könne.

Neue pädagogische Möglichkeiten - schulformübergreifender Unterrricht

Auch in der Offenen Ganztagsbetreuung könne die Kooperation ausgebaut werden, erläutert Ingelore Kügler. Das breitere Spektrum der Räume von Turnhalle bis Technik, das dann zur Verfügung stehe, erlaube auch neue pädagogische Möglichkeiten. Von besonderer Bedeutung sei die Hausaufgabenbetreuung: „Hier gibt es viele Schülerinnen und Schüler, die Bedarf haben“, weiß Ingelore Kügler. Denkbar sei auch die Öffnung freiwilliger Arbeitsgemeinschaften für Schüler beider Schulformen - bei der Mofa-AG ist das bereits Realität.
Auf einem gemeinsamen Weg: Die stärkere Zusammenarbeit von Haupt- und Realschule in Olsberg stand jetzt im Zentrum der Schulleiterkonferenz im Rathaus. Foto: Stadt Olsberg
Potenzial sehen die beiden Schulleiter ebenso beim Unterricht: So könnten die beiden Schulen zum Beispiel ihre Hauptfächer für Jugendliche der jeweils anderen Schule öffnen: „Ein in Englisch besonders leistungsstarker Hauptschüler könnte dann am entsprechenden Unterricht der Realschule teilnehmen“, erläutert Michael Aufmkolk - und umgekehrt Realschüler mit besonderem Förderbedarf am Unterricht in der Hauptschule. In Nebenfächern sei ein solcher schulformübergreifender Unterricht bereits jetzt prinzipiell möglich. Wichtig sei aber, solche Formen der Zusammenarbeit in einem pädagogischen Konzept festzuschreiben, so die beiden Schulleiter.

Und ebenso wichtig sei es, dass eine Zusammenarbeit von beiden Lehrerkollegien getragen wird. Eine gemeinsame pädagogische Konferenz im Februar 2011 soll deshalb ganz im Zeichen des Kennenlernens sowie des professionellen Austauschs stehen. Weitere thematische Austausche sollen folgen - bis hin zu einer Kooperation bei der Berufsorientierung: „Gerade die Hauptschule kann hier wichtige Erfahrungen einbringen“, unterstreicht Ingelore Kügler - ebenso wie im Bereich der Schulsozialarbeit: „Ich bin froh, dass wir sie haben.“ Weil sie eine Vielzahl sozialer Aufgaben übernehme, entlaste sie den eigentlichen Unterricht - Ingelore Kügler: „Schulsozialarbeit ist unumgänglich.“

Zunächst Kooperationsvereinbarung - Neue Schulform ab 2012/13

Erster Schritt auf dem Weg der Zusammenarbeit soll nun eine Kooperationsvereinbarung der beiden Schulen werden. Schüler, Eltern und Lehrer sollten sie gemeinsam unterzeichnen, schlägt Ingelore Kügler vor: „So übernimmt jeder ein Stück Verantwortung für das Gelingen.“ Auch eine Umsetzung einer gemeinsamen Übermittagsbetreuung könne es schon ab dem zweiten Halbjahr des laufenden Schuljahres geben. Die Entscheidung über die künftige Schulform - und das Herausarbeiten eines entsprechenden pädagogischen Konzepts - seien dann „der schwierigste Teil des Weges“, so Michael Aufmkolk. Gestartet werde dann im Schuljahr 2012/13 mit den 5. Klassen.

Schüler in Siedlinghausen ab 8. Klasse nach Winterberg

Zu einem großen Plus für den Schulstandort Olsberg könne das breite Spektrum an Differenzierungsmöglichkeiten werden, das die Zusammenarbeit mit sich bringe. Ein einzügiger Realschulzweig biete das nicht, so Michael Aufmkolk: „Das ist eine Mogelpackung.“ Zudem müssten Eltern, die ihre Kinder zur Hauptschule nach Siedlinghausen schicken, sich darüber klar sein, dass voraussichtlich ab der achten Klasse ein Wechsel zum Standort Winterberg anstehe. Gerade die Differenzierung sowie die Offene Übermittagsbetreuung seien Dinge, die für den Schulstandort Olsberg sprechen, meint auch Bürgermeister Wolfgang Fischer. Man wolle den Weg der Kooperation nun mit allen Beteiligten und vorbehaltlos angehen: „Schule ist weder schwarz noch grün noch rot - man muss die Interessen der Kinder in den Vordergrund stellen.“

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