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Damit in der kalten Jahreszeit nicht Eis und Schnee die Straßen und Bürgersteige im wahrsten Sinn des Wortes „unsicher“ machen, hat sich die Stadt Olsberg gut gerüstet: Nahezu verdreifacht hat der Baubetriebshof in den vergangenen Monaten die Lagermöglichkeiten für Streusalz. „Herzstück“ der größeren Lagerkapazität ist dabei das neue Salzsilo am Baubetriebshof, das allein 120 Tonnen Streusalz fasst.
Es ersetzt einen mehr als 30 Jahre alten „Vorgänger“ mit einem Fassungsvermögen von 50 Tonnen. Die Neuanschaffung, für die im „Stadtsäckel“ 60.000 Euro bereitstehen, hat die Stadt Olsberg genutzt, um die Lagerkapazität deutlich auszuweiten.
Neben dem Silo gibt es noch weitere Lagerstätten im Stadtgebiet, so dass für den Winterdienst „unterm Strich“ 340 Tonnen Streusalz „gebunkert“ sind. Zum Vergleich: Für den vergangenen Winter konnte die Stadt Olsberg „nur“ 120 Tonnen Salz einlagern. Mit dem Ausbau der Lager-Mengen ziehe die Stadt Olsberg auch ihre Schlussfolgerungen aus den vergangenen beiden Wintern, so Thomas Rösen vom Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung. Weil der Streusalz-Hersteller die bundesweit große Nachfrage nicht bedienen konnte, war es - wie in vielen anderen deutschen Städten auch - zu Engpässen beim „Salz-Nachschub“ gekommen. Die größere Lager-Menge biete nun ein gutes Stück mehr Sicherheit.
Salzverbrauch auf 450 Tonnen gesenkt
Bernd Pape, Leiter des Baubetriebshofes, sieht noch weitere Vorteile: „Bei Nachbestellungen sind wir künftig viel flexibler.“ Bislang konnte stets nur ein Lkw mit Streusalz geordert werden. Zudem will die Stadt Olsberg auch weiter den Einsatz von Streusalz auf flachen Strecken beschränken. Bestreut werden dagegen Steilstrecken sowie besonders verkehrswichtige Stellen - etwa im Umfeld von Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten. Im vergangenen Winter hatte man mit diesem gezielten Einsatz positive Erfahrungen gemacht. „Großräumig“ gestreut wird nur bei entsprechenden Witterungslagen wie überfrierender Nässe oder Eisregen. Der zielgerichtete Einsatz des Streusalzes entlaste nicht nur die Umwelt, sondern letztlich auch die Kosten für den Winterdienst, die alle Gebührenzahler zu tragen hätten, so Bürgermeister Wolfgang Fischer: „Die vergangenen Winter haben gezeigt, dass sich Autofahrer sehr gut an solche Situationen anpassen.“ Und auch die Bürgerschaft nehme einen gezielten Streusalzeinsatz positiv auf. Der Verbrauch habe so bereits von früher bis zu 700 Tonnen auf rund 450 Tonnen im vergangenen Winter gesenkt werden können.
Kapazitäten aufgestockt
Im Räumbezirk Assinghausen/Wulmeringhausen ist ein neuer Fremdunternehmer für die Stadt Olsberg tätig, der auch bereits Erfahrungen im Winterdienst hat. Trotzdem kann es möglicherweise anfangs zu kleinen Änderungen im „Fahrplan“ oder bei den Räumzeiten kommen. Die Stadt Olsberg bittet dafür alle Einwohnerinnen und Einwohner um Verständnis. Verstärktes Augenmerk richtet das Team des Baubetriebshofes auf die Verkehrssicherheit bei Fußwegen - zum einen, um damit rechtlichen Anforderungen genüge zu tun; zum anderen aber auch, um die Fußgänger als schwächste Verkehrsteilnehmer besonders zu schützen. Der Baubetriebshof hat deshalb seine Kapazitäten zum Räumen der Bürgersteige und Fußwege aufgestockt: In der Kernstadt sind nun zwei Schmalspurräumfahrzeuge sowie eine „Fußtruppe“ mit Schneefräse und Kehrschaufel unterwegs. In den Ortsteilen sorgen drei Fußtruppen für freie Wege. Allerdings sind nicht alle städtischen Fußwege zu räumen und streuen, sondern nur die verkehrswichtigen Verbindungen. „Arbeitsbeginn ist wie bei den Räumfahrzeugen morgens um vier Uhr, um so früh wie möglich die Wege frei zu haben“, so Bernd Pape: „Dabei muss es für die Passanten zumutbar sein, vielleicht auch mal einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen.“ Baubetriebshof wie Fremdunternehmer leisteten engagierte Arbeit - „den Winter wegzaubern können wir allerdings nicht.“
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