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Auf dem Weg zur Sekundarschule: Neuer "Fahrplan" im Herbst

logo_stadt-150Das Ziel bleibt - aber der Weg dahin wird sich ändern: Die Stadt Olsberg will zum Schuljahr 2012/13 die bisherige Haupt- sowie die Realschule in einer neuen Schulform zusammenführen. Der bisherige „Fahrplan“ auf diesem Kurs muss aber verändert werden - Grund ist der neue „Schulkompromiss“ in NRW.

Statt Verbund- oder Gemeinschaftsschulen soll das neue Schulgesetz nun so genannte Sekundarschulen möglich machen. Sie werden die Klassen 5 bis 10 umfassen. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 lernen alle Kinder gemeinsam. Dann entscheidet sich anhand der Leistungen und Noten, welchen weiteren Weg die Schüler gehen. In der sechsten Klasse können die Schüler eine zweite Fremdsprache als Wahlfach belegen. Die Lehrpläne orientieren sich an denen der Gesamt- und Realschule. Die Sekundarschule endet nach der zehnten Klasse mit der so genannten Ausbildungs- oder Oberstufenreife. Eine eigene gymnasiale Oberstufe gibt es nicht.

Gesetz muss abgewartet werden

Weil der „Schulkompromiss“ nun aber zunächst in Gesetzesform gegossen und die genaue Ausführung geklärt werden muss, hat das Land NRW zunächst alle weiteren Aktivitäten in Sachen Schul-Fusionen gestoppt. Über einen entsprechenden Hinweis der Bezirksregierung Arnsberg hat Bürgermeister Wolfgang Fischer jetzt die Mitglieder des Stadtrats informiert: „Unsere Zeitpläne mit Elternbefragung, Infoveranstaltung und pädagogischem Konzept gelten deshalb nicht mehr.“ Eigentlich wollte der Stadtrat im Oktober entscheiden, ob der Antrag auf Bildung einer Verbund- oder Gemeinschaftsschule gestellt wird.

Olsberg für Sekundarschule "hervorragend aufgestellt"

Keineswegs hinfällig sei aber die bisher geleistete Arbeit von Schulen, Politik und Verwaltung, stellte Wolfgang Fischer klar. Die Kooperationsvereinbarung von Haupt- und Realschule, der gemeinsame Weg und auch die Vorarbeiten für ein pädagogisches Konzept behalten weiter ihre Gültigkeit - „hier sind viele Ideen und reichlich Energie investiert worden“, so der Bürgermeister. Mit den Ergebnissen dieser Arbeit sei man nun für die weitere Bildung einer Sekundarschule hervorragend aufgestellt. Sobald das genaue Verfahren feststehe, wolle man den Weg neu aufnehmen. Ziel sei es, eine Sekundarschule zum Schuljahr 2012/13 zu bilden.

In Abstimmung mit Schulen, Eltern und Behörden

Weiter gültig sei aber die Aussage, dass man diesen Weg in enger Abstimmung mit Schulen, Elternschaft und Behörden gehen werde, machte Wolfgang Fischer deutlich: „Gute und verlässliche Schulpolitik muss alle Beteiligten einschließen.“ Es sei im vergangenen Jahr die richtige Entscheidung gewesen, keine Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2011/12 beantragt zu haben. Zum einen hätte man - ähnlich wie in Finnentrop - mit Klagen gegen das Projekt rechnen müssen. Und zum anderen habe man nun die Chance, eine fundierte und dauerhafte Lösung für den Schulstandort Olsberg zu schaffen.

 
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