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"Jeder gibt sein Bestes": Haupt- und Realschule besiegeln Zusammenarbeit

Unterzeichneten Kooperationsvereinbarung: (vorne, v.li.) Michael Aufmkolk  (Schulleiter Realschule), Ingelore Kügler (Schulleiterin Hauptschule), Bürgermeister Wolfgang Fischer, (hinten, v.li.) Elisabeth Nieder (Allg. Vertreterin des Bürgermeisters), Irmgard Trubnikow (Schülersprecherin Hauptschule), Nina-Kristin Vollmer (Schülersprecherin Realschule), Dorothea Dinkel (Elternpflegschaftsvorsitzende Hauptschule), Kai Haasler (Elternpflegschaftsvorsitzender Realschule). Foto: Stadt Olsberg„Jeder gibt sein Bestes“, brachte es Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer auf den Punkt. „Ihr Bestes“ geben Haupt- und Realschule jetzt nicht nur bei der Vorbereitung junger Menschen auf Leben und Beruf, sondern auch in der Zusammenarbeit: Vertreter der beiden Schulen unterzeichneten gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Fischer eine Kooperationsvereinbarung.

Diese Vereinbarung ist ein erster Schritt für das Zusammenwachsen der beiden Schulen zu einer neuen Schulform, die dann zum Schuljahr 2012/13 entstehen wird. Dass die Zusammenarbeit auf breiten Rückhalt in Haupt- und Realschule trifft, macht auch die Tatsache deutlich, dass nicht nur die Schulleitungen, sondern auch die Schüler- und Elternvertreter ihre Unterschrift unter das Dokument setzten.

Vereinbarung mit Leben füllen 

Gleichzeitig bekräftigten die Schulleiter Ingelore Kügler (Hauptschule) und Michael Aufmkolk (Realschule), dass die Kooperationsvereinbarung nicht nur ein Stück Papier ist, sondern auch mit Leben gefüllt wird - und das ab sofort. Zum Beispiel bei der Übermittagsbetreuung: So erhalten die Zehntklässler der Realschule die Möglichkeit, sich vor dem Unterricht in der 7. und 8. Stunde, der einmal pro Woche stattfindet, in der Mensa der Hauptschule zu verpflegen. Mit der Fertigstellung des Pädagogischen Zentrums werden die Mensa-Kapazitäten - zurzeit gibt es rund 80 Sitzplätze - noch einmal deutlich erhöht.

Zudem bereiten die beiden Schulen ein gemeinsames Ganztagsangebot vor - die räumlichen Voraussetzungen sind schon jetzt gegeben. Hinzu kommen muss noch ein außerschulischer Partner - er soll eine Hausaufgabenbetreuung sowie ein pädagogisches Angebot mit Projektcharakter ermöglichen. Auch Arbeitsgemeinschaften, die von Schülerinnen und Schülern beider Schulformen gewählt werden können, sind denkbar. Aktionen wie Projekttage, Sport- und Schulfeste, Jobbörse, Gottesdienste und Elternabende könnten ebenfalls im „Schulterschluss“ stattfinden.

Verbund- oder Gemeinschaftsschule - Entscheidung im Herbst

Auch über einen schulformübergreifenden Unterricht denkt man an Haupt- und Realschule nach - etwa mit „durchlässigen“ Hauptfächern: Dabei könnte z.B. ein leistungsstarker Hauptschüler in einem bestimmten Hauptfach eine Realschulklasse besuchen; ein Realschüler mit besonderem Förderbedarf dagegen eine Hauptschulklasse. In Nebenfächern wie Kunst, Musik, Textil, Sport, Technik oder Re-ligion ist sogar schulformübergreifender Kursunterricht denkbar. Allerdings: Voraussetzung dazu ist ein pädagogisches Konzept. Das wiederum hängt stark davon ab, ob Haupt- und Realschule zu einer Verbund- oder einer Gemeinschaftsschule zusammenwachsen werden. Diese Frage soll voraussichtlich im Herbst entschieden werden.
Unterzeichneten Kooperationsvereinbarung: (vorne, v.li.) Michael Aufmkolk  (Schulleiter Realschule), Ingelore Kügler (Schulleiterin Hauptschule), Bürgermeister Wolfgang Fischer, (hinten, v.li.) Elisabeth Nieder (Allg. Vertreterin des Bürgermeisters), Irmgard Trubnikow (Schülersprecherin Hauptschule), Nina-Kristin Vollmer (Schülersprecherin Realschule), Dorothea Dinkel (Elternpflegschaftsvorsitzende Hauptschule), Kai Haasler (Elternpflegschaftsvorsitzender Realschule). Foto: Stadt Olsberg
Schon jetzt aber wollen die beiden Schulen die Idee eines übergreifenden Unterrichts konkretisieren. Die beiden Lehrerkollegien arbeiten ebenfalls verstärkt zusammen. Eine gemeinsame pädagogische Konferenz hat bereits stattgefunden; gemeinsame Fachkonferenzen sollen folgen. Die Kooperationsvereinbarung schlägt darüber hinaus gemeinsame Fortbildungen sowie die Zusammenarbeit von SV-Lehrern, Berufswahlkoordinatoren und Sicherheitsbeauftragten vor. Bürgermeister Wolfgang Fischer begrüßt die Kooperationsvereinbarung. Haupt- und Realschule Olsberg hätten zahlreiche Stärken, so das Stadtoberhaupt: „Durch Zusammenarbeit und Bündelung profitiert der Schulstandort Olsberg - ganz besonders aber profitieren die jungen Menschen, die die unsere Schulen besuchen.“

 
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