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Christian Körner (l.) übergibt die Petition an Landrat Dr. Karl Schneider.Über die geplante Zusammenlegung der Notarztstandorte Brilon und Olsberg haben wir berichtet. Nicht nur die Bürgermeister beider Orte äußerten sich diesbezüglich unzufrieden und überrascht. Auch in der Bevölkerung war und ist Widerstand zu vernehmen. Dieser wird nun in einer beachtlichen Zahl deutlich: Am heutigen Mittwoch, 8. September 2021, hat Christian Körner 5.329 Unterschriften an Landrat Dr. Karl Schneider übergeben. Diese stammen aus einer Petition zum Erhalt der Notarztstandorte, die Christian Körner am 27. August kurz nach Bekanntwerden der Pläne initiierte. Somit kam die große Zahl der Unterschriften in gerade einmal 12 Tagen zusammen.


Chancen auf Erhalt beider Standorte mehr als gering

„Ich bedanke mich bei allen Unterstützern der Petition, deren Erfolg meine Erwartungen bei Weitem übertroffen hat“, so Christian Körner gegenüber bigge-online. Es habe viele weitere Aktivitäten gegeben mit der Auslegung von Listen bis hin zu Unterschriftensammlungen. Landrat Dr. Karl Schneider bedankte sich für die Initiative. Die Chancen zum Erhalt beider Standorte seien allerdings mehr als gering, da es sich um eine Verfügung der Bezirksregierung handele, gegen die rechtlich wenig zu machen sei, so Landrat Schneider.

Notarztstandorte nur ein Teil des Bedarfsplans - Neubauten und zusätzliche Rettungswachen im HSK könnten sich bei Ablehnung verzögern

Die geplante Zusammenlegung der Standort sei nur einer von vielen Aspekten im aktuellen Rettungsdienst-Bedarfsplan, der unter anderem zwei zusätzliche Rettungswachen in Westernbödefeld und Hallenberg, dringend erforderliche Neubauten von Rettungswachen in Meschede, Schmallenberg und Winterberg sowie die Erhöhung der Bereitschaftszeiten für Rettungswagen an einigen Standorten vorsehe. Wenn der Rettungsdienst-Bedarfsplan in dieser Form in der Kreistagssitzung am kommenden Freitag abgelehnt werden würde, so könnten sich auch alle sehr sinnvollen Investitionen um mehrere Jahre verschieben.

Der Wunsch der Bevölkerung scheint klar zu sein, der Einfluss der Lokalpolitik jedoch eher begrenzt. Man wird sehen, wie es hier weitergeht und ob der Kreistag den Plänen in der vorliegenden Form zustimmen wird.